Cloud Computing steht für die Bereitstellung von Rechenressourcen um Innovationen schneller, flexibler und mit Kostenvorteilen durch eine geteilte Nutzung der Infrastruktur zu ermöglichen. Das National Institute of Standards and Technology (NIST), eine Bundesbehörde der Vereinigten Staaten, definierte Cloud Computing 2011 wie folgt:

Cloud Computing ist ein Modell zur Ermöglichung eines allgegenwärtigen, bequemen, bedarfsgerechten Netzwerkzugriffs auf einen gemeinsamen Pool konfigurierbarer Computing-Ressourcen (z. B. Netzwerke, Server, Speicher, Anwendungen und Dienste), die mit minimalem Verwaltungsaufwand oder Interaktion mit dem Dienstanbieter schnell bereitgestellt und freigegeben werden können. [...]

Eigene Übersetzunghttps://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/Legacy/SP/nistspecialpublication800-145.pdf

Damit beschreibt der Begriff beispielsweise die technische Infrastruktur, die von Hyperscalern wie Alibaba, Amazon, Microsoft oder Google angeboten wird. Bei der Nutzung von Cloud Computing-Angeboten reduziert die IT-Abteilung eines Unternehmens den Aufwand zur Gewährleistung der Hardware-Verfügbarkeit und -Sicherheit. Sie kann sich dadurch auf die Erstellung von Anwendungen mit Vorteilen für die Geschäftsabteilungen konzentrieren. Infolgedessen gibt es für Unternehmen mehrere gute Gründe, sich für Cloud Computing-Angebote zu entscheiden:

  • Kosten: Mit Cloud Computing entfallen die Kosten für die Beschaffung, Einrichtung und den Betrieb eigener Rechenzentren, Hardware oder IT-Ressourcen zur Verwaltung und Wartung der IT-Infrastruktur. Sie können genau die Dienste oder Infrastruktur abonnieren, die Sie benötigen, oder mit einem verbrauchsabhängigen Modell nur für die von Ihnen genutzte Kapazität bezahlen. Dadurch werden Markteintrittsbarrieren gesenkt und es findet eine Verlagerung von Investitionsausgaben (engl. capital expenditure = „Capex“) zu Betriebskosten (engl. operational expenditure = „Opex“) statt.
  • Produktivität: Die Einrichtung und Verwaltung von Rechenzentren ist in der Regel mit erheblichem Aufwand verbunden, darunter die Einrichtung von Hardware, die Durchführung von Software-Patches und andere zeitaufwändige IT-Verwaltungsaufgaben. Cloud Computing macht viele dieser Aufgaben überflüssig, so dass sich IT-Mitarbeiter auf wichtigere Unternehmensziele konzentrieren können. Da es sich bei den meisten Cloud Computing-Diensten um On-Demand- und Selbstbedienungsdienste handelt, können Hyperscaler umfangreiche Rechenressourcen schnell verfügbar machen, was Unternehmen Flexibilität verleiht und den Planungsdruck hinsichtlich der IT-Hardwarekapazität verringert.
  • Sicherheit: Cloud-Anbieter stellen Richtlinien, Technologien und Kontrollen zur Verfügung, die die allgemeine Sicherheit ihrer Umgebungen stärken und dazu beitragen, die Daten, Anwendungen und Infrastruktur ihrer Kunden vor potenziellen Bedrohungen zu schützen. Cloud Computing vereinfacht Datenschutz, Katastrophenwiederherstellung wie auch Geschäftskontinuität und senkt die damit verbundenen Kosten, da die Daten über mehrere redundante Standorte im Netzwerk des Cloud-Anbieters gespiegelt werden können. Das ist auch im Hinblick auf Compliance von Vorteil – die Audits werden durch den Betreiber durchgeführt.
  • Globale Skalierung: Ein weiterer Vorteil von Cloud Computing-Diensten ist die Möglichkeit der elastischen Skalierung. In Abhängigkeit von Ihrer Anwendung und Ihrem Cloud-Anbieter können Sie entweder horizontal skalieren, um mehrere Instanzen Ihrer Anwendung bereitzustellen, oder vertikal skalieren, um Ihrer Anwendung beispielsweise mehr Arbeitsspeicher zuzuweisen. So können Sie den passenden Umfang an IT-Ressourcen zum benötigten Zeitpunkt bereitstellen und den geografischen Standort je nach Anbieter auswählen. Eine solche Georedundanz können sich kleinere Unternehmen sonst nicht leisten.

Cloud Computing-Angebote können in die Servicemodelle Infrastructure-as-a-Service, Container-as-a-Service, Platform-as-a-Service, Functions-as-a-Service und Software-as-a-Service unterteilt werden. Die Servicemodelle unterscheiden sich je nach den vom Anbieter bereitgestellten Funktionalitäten, von der notwendigen Infrastruktur bis hin zur gesamten Anwendung.

Neben den Servicemodellen gibt es verschiedene Bereitstellungsmodelle. Diese Bereitstellungsmodelle unterscheiden sich danach, wer Zugriff auf die geteilte Recheninfrastruktur hat und wie diese gegebenenfalls kombiniert wird.

Mit den verschiedenen Service- und Bereitstellungsmodellen können Unternehmen die passende Lösung für ihre Anforderungen wählen.

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